Was der Kapitalismus wirklich ist!

Da ich hier und auch woanders nun ganz oft das Wort „Faschismus“ verwende, möchte ich mal kurz erläutern, warum ich das tue.

Das was heute als freiheitlich, demokratischer Kapitalismus VERKAUFT wird, ist es nicht. Diejenigen sich schon etwas mit unserem System und seinen Untiefen beschäftigt haben, wissen oder ahnen das schon.

Es ist verdeckter Faschismus!

Nach meiner Auffassung ist es völlig legitim, das so zu nennen, die Begründung folgt:

Laut Wikipedia, zeichnet sich Faschismus dadurch aus, dass etwas zu einem übergeordnetem Prinzip erhoben wird und alle anderen haben sich dem unterzuordnen bzw. zu folgen. Dies kann sehr unterschiedliches sein, manchmal ist es der Glaube an Gott oder ein Mythos aus der Geschichte oder irgendeine Illusion oder eine Utopie. Wer das Buch oder den Film „Die Welle“ kennt, sollte dafür sensibilisiert sein, wie empfänglich die Menschen dafür sind. Es ist schön, wenn man klar definierte Lebenswege hat, dann weiß man, dass man das richtige tut. Und jeder der dem widerspricht, wird in irgendeiner Weise attackiert oder ignoriert, man will es nicht hören.

„Hau ab! Du hast ja keine Ahnung!“

Im heute herrschendem Kapitalfaschismus ist dieses übergeordnete Prinzip das Geld oder besser die Rendite, der Kapitalertrag. Es wird denen, die schon viel haben, garantiert, dass sie noch mehr dafür bekommen, WEIL sie schon etwas haben…völlig durchgeknallt, aber total normal heute!

Selbstverständlich gebe ich dir einen Euro, Du hast schon einen!

„Lass doch dein Geld für dich arbeiten!“

heißt es immer wieder. Ich habe noch nie einen Euro auch nur ein Gramm Zement oder Mehl bewegen sehen und dennoch reicht es, wenn man genug anlegt und es wird automatisch immer mehr, ohne das man was dafür tut, außer Alpträume vor dem Verlust zu haben.

Die Arbeit macht das Geld! Nicht, das Geld macht die Arbeit! Wer will da schon noch arbeiten? Man braucht doch nur Geld! Geld ist das womit man andere dazu bringt, für sich zu arbeiten. Deswegen sage ich immer ihr Sklaven, weil ich arbeite „nichts“. Halt Moment, ich tue was, kriege aber kein Geld dafür, also, ich arbeite EHRENAMTLICH für die grundgesetzlich zugesicherte Minimalversorgung.

Andere betrachten Tätigkeiten, die nicht bezahlt werden, nicht als Arbeit. Sie definieren den Wert einer Tätigkeit nur darüber, was andere dafür bereit sind zu zahlen. Tja, oft sind das solche, die bei jeder Gelegenheit den Preis drücken. Das sind k(l)eine Faschisten, das sind Propaganda-Opfer. Denn wie jeder Faschismus ist eines seiner wichtigsten Standbeine die Propaganda, also die Werbung. Kuckt euch mal um….

Der Zins für das Geld, ist eine reine Illusion, ein Wert, der nicht von selbst entsteht, sondern er muss – VON ANDEREN – erarbeitet werden. Die Illusion, der Mythos, das übergeordnete Prinzip, was ein blanker, vorsetzlicher Betrug ist, ist der, dass man Geld unbedingt benötigt, um Waren, Dienstleistungen oder was auch immer zu erbringen. Das ist nicht wahr! Das weiß schon jede Prostituierte! Man braucht das Wissen, das Material, Menschen und Maschinen, die die Arbeit planen und ausführen. (Was tut der Investor? Nur fragen, wie viel Rendite es bringt…) Das Geld ist nur ein gesellschaftliches WERKZEUG dafür, die Werte besser zu erfassen und sollte ursprünglich mal für mehr Gerechtigkeit beim Warentausch sorgen, das genaue Gegenteil ist eingetreten.

Schon die Erfinder des modernen Kapitalismus‘ waren sich dieser Gefahr bewusst und warnten eindringlich davor! Andere Ideen schlugen Geld vor, was „verrotten“ sollte, also wie die meisten Waren auch, mit der Zeit an Wert VERLIEREN sollte, was natürlich den Großkapitalisten gar nicht schmecken wollte. Denn dann könnten sie es nicht mehr horten. Dass der Zins und Zinseszins auch für die Schuldenkrise verantwortlich ist, ist ein anderes Thema, was hier den Rahmen des Schreckens sprengen würde.

Eigentum ist wichtig und MUSS geschützt werden! Fast jeder würde das sofort unterschreiben und es ist auch grundsätzlich nichts falsches dran. Ein Normalbürger denkt dabei an Auto, Eigenheim und die bescheidenen Ersparnisse. Kaum einer denkt an Gottschalks Schlösser oder an die Miliarden der ALDI-Brüder. Und doch akzeptieren wir, dass andere durch die Arbeit dritter so exorbitant reich werden und wir alle bezahlen auch noch den Schutz davon. In anderen Gegenden müssen die Kapitalisten ihre Armeen wenigstens selbst bezahlen.

Wenn man nun noch weiß, dass ungefähr 90% des gesamten Vermögens dieser Welt nur ca. 10% der Gesamtbevölkerung gehört und wenn man beachtet wie hörig und unterwürfig viele doch gegenüber dem Reichtum sind, dann liegt der Gedanke nahe: Wir leben in einem weichgespühltem Faschismus!

Weichgespühlt ist er nur bei uns, woanders zB. in Syrien oder Libyen, Venezuela, Cuba usw…, sehen andere, die nicht so brav mitspielen wie wir, das wahre Gesicht unserer Herrschenden und damit auch unsere Fratze. Machtgeil, gierig, neidisch und bessesen von ihrem Mythos Rendite. Sie rechnen sich ja schon reicher als sie sind, nur um besser schlafen zu können. Wovon träumen die eigentlich in der Nacht? Wie Gott ihnen die Füße salbt?

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel kommt. – Sagte Jesus mal. Jesus sagte auch: Das Himmelreich liegt in dir!

Was meinte er wohl damit?

Und wir zahlen gut und leben noch schlechter davon. Denn wie in jedem faschistischem System, herrscht soziale Kälte, Angst und Ablehnung den anderen gegenüber, aus der Angst vor dem oben genannten Verhalten, mehr oder weniger willkürlich ausgeschlossen zu werden. Bei den Obdachlosen, auf der Parkbank, herrscht nicht so eine soziale Kälte wie bei manch einem Kaffekränzchen unter Nachbarn oder Kollegen.

Ich arbeite gern, allerdings nicht, wenn ich nicht weiß wofür.

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