Die Selbstgewickelten schmecken besser.


Auch ein großer Erfolg in diesem Jahr. Ich habe Tabak angebaut und Zigarren daraus gewickelt. Auf was man so alles für Ideen kommt, wenn man lange Weile hat?

Ich hatte mir 100 Stück vorgenommen und kann – nicht ohne ein wenig Stolz – eine Planübererfüllung verkünden, denn ich habe 116 gerollt. Das ist gar nicht so einfach, man muss die Deckblätter pressen und das Rollen erfordert auch einiges an Geschick. Da ich aber schon seit vielen Äonen meine Kippen selbst drehe, habe ich da gute Vorkenntnisse und weiß worauf es ankommt: Auf eine gleichmäßige Verteilung der Füllung und auf die richtige Festigkeit.

Allerdings sind einige doch etwas zu fest geworden, so dass sie nur schlecht ziehen, aber die meisten gehen gut, schmecken angenehm aromatisch würzig und sind zeimlich stark. Da kann man locker eine Stunde oder länger dran rauchen. Und sie sind garantiert ohne Zusätze.

Das hat auch nicht jeder und gelohnt hat es sich auch, ich brauchte jetzt schon zwei Monate keine Tabakwaren mehr kaufen, mal sehen wie lange es noch reicht und ob ich dann aufhöre…

Jedenfalls rauche ich kaum noch Zigarretten. 🙂

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Die riesen Tomate!


Das ist ein Ding was? Das dürfte wohl die größte Tomate (nein, es ist kein Kürbis) sein die ich je gesehen habe und das auch noch aus eigener Ernte. Wahrlich, ein riesen Erfolg, im wahrsten Sinne des Wortes. Was wäre darauß geworden, wenn ich auch mal gegossen hätte?

Das Teil wog ungelogene 550g, ich habe extra nochmal nachgewogen. Die war so groß, da hat eine Scheibe davon gereicht, um eine ganze Scheibe Brot damit zu belgen! Sie war recht fest und fleischig, also nicht wässrig und es waren auch kaum Hohlräume und nur wenig Samen drin und lecker schmeckte sie auch.

Die Pflanze bekam ich von einem Bekannten, der meinte es sei eine "polnische Soldatentomate", allerdings habe ich im Netz keine Tomatensorte mit dieser Bezeichnung gefunden. Hoffentlich gehen die Samen aus dieser Monsterfrucht auf, denn sie ist obendrein noch widerstandsfähig und wuchs bei dem trockenen Sommer von allen Tomatenpflanzen, die ich heuer hatte, am besten.

Mal sehen wie es nächstes Jahr wird.

PS: Das war nur Glück. Bekanntlich haben ja die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln.

Erntedank in Jens seinem Garten

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Oh Mama Erde,

ich danke dir,
für dieses schöne Jahr,
was ich erleben durfte hier.

– hier auf dir –

Ein Winter war,
so lang und kalt,
doch auch wunderbar,
so viel Schnee war da.

Der Frühling brachte Wasser viel
und kam spät erst, im April.

War die Überschwemmung denn dein Ziel?

Ja, ich merk´ es

– auf dir passiert grad viel –

(ich kann noch lachen)

musst´ grad´ wichtigere Dinge tun,
als uns das Wetter machen.
Ja, das wissen wir mal wieder nun.

Im Sommer gab `s kaum Zeit zu ruhn
war trocken und sehr heiß,
wer ernten wollte musste gießen,
mit Wasser und auch Schweiß.

Zur Wende der Sonne,
da war der Sommer voller Wonne,
so viel Kraft und Energie spürte ich

– auf dir hier –

Echt noch nie!

Und so hoff´ ich jetzt,

– beim Erntedank –

im gold’nen schönen Herbst,

dass die Menschen achten dein Gesetz,
und du nun reichlich ihre Huld erwirbst.

So bleibt mir nur auf`s Neue,
dir zu versichen

meinen Dank und meine Treue.

Und ich bitte dich, vergiss uns nicht!
Vergib uns was getan ward
und schenk´ uns noch sehr viele schöne Jahr´,

so wie`s letzte war.

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Dieses kleine Gedichtlein wollte ich euch nicht vorenthalten. Ich schrieb es am 3. Oktober, als ich im Garten mein kleines Erntedankfest veranstaltete, nur für mich, Gaya und die Vögelchen, die immer für mich da sind und mir viel Freude bereiten. Da ich den trockenen Sommer über ziemlich faul und auch etwas abgelenkt war, ist meine Ernte zwar etwas dünn ausgefallen, aber dennoch, man sollte immer mit dem zufrieden sein, was man hat.

Ich frage mich warum so viele Menschen den Bezug dazu verloren haben und vergessen haben, wo wir herkommen und dass die ganzen tollen Sachen, die wir so gerne verkonsumieren, allesamt ein Geschenk unseres Planeten sind. Und wir nehmen und nehmen ohne auch nur ein Wort des Dankes oder der Anerkennung dafür übrig zu haben, nicht mal für die Menschen die es für uns ernten, produzieren und transportieren.

Ihr könnt mir glauben, das Leben ohne Dankbarkeit, wäre kaum ein Leben wert! Aber wofür dankbar sein, wir haben doch alles.

Eine Anmerkung noch, es war ja auch der Tag der Einheit am 3.10. und unser Bundespräsi Gauk meinte in seiner Ansprache, doch allen Ernstes Deutschland müsse sich stärker an internationalen Konflikten beteiligen. Also zu gut deutsch, mal wieder raubend und morden in fremde Länder ziehen, um deren Resourcen für unseren Wohlstand zu sichern, was anderes konnte wir ja noch nie. Dafür hat er jetzt bei mir verschissen, diese falsche Schlange.

PS: Bilder zu meinen wenigen, aber großen Erfolgen (die 550 Gramm Tomate war wirklich riesig!) gibt es auch bald.