Ein spiritueller Weg.

Ja, ich gebe es zu. Manchmal gebe ich ein bisschen an mit meinem Fortschritt, obwohl er im Vergleich nach „oben“ eher bescheiden erscheint, aber im Vergleich nach „unten“ doch auch einen gewissen Abstand erkennen lässt.

Nun ist aber ein bisschen angeben mit dem was man kann und gelernt hat nicht verkehrt. Ich mach das nur, um andere zu animieren und auf ihren eigenen Weg zu schicken, also bitte, das mache ich doch nicht für mein Ego..:)

Und deshalb möchte ich mal kurz erklären wie ich das mache, wie ich dahin gekommen bin und warum ich nicht einfach ein Buch empfehle. Warum ich kein Buch empfehle? Weil ich kaum eins gelesen habe! Wer aber ein Buch lesen möchte, den empfehle ich das Kybalion, von den drei Eingeweihten, da stehen die Grundlagen der Lehre des Hermes Trismegistos drinne. Das reicht für einen selbst erfahrenen Weg aus.

Spiritualität, zurück zum Thema, was ist das eigentlich – Spiritualität? Für mich die Einheit von Körper, Geist und Seele und wenn man von einem Weg spricht, meint man den Weg dahin, diese Einheit zu erreichen. In dieser Einheit – so die Hoffnung oder der Glaube der Spirituellen – findet man sein wahres Ich (und lässt die Ego-Ware Ich, hinter sich). Das „Ich“ ist eine Sache des Bewusstseins, das hat mit Körper, Geist und Seele erstmal wenig gemein, es entsteht in der Mischung daraus. Wer schon mal unter starkem Drogeneinfluss stand, weiß wie sehr und wie schnell sich Bewusstsein ändern kann und doch schlägt man immer wieder auf dem Boden der Tatsachen auf.

Deswegen ist ein wesentliches Ziel einer, meiner, Spiritualität ein stabiles Ich zu erreichen, ein Bewusstseinszustand, der mein ganzes Leben umfasst – so wohl die Vergangenheit, als auch die Zukunft – idealer Weise auch, wenn wir drei besoffen sind, da reden wir zwar viel und auch Unsinn, aber wenigstens miteinander. Für die Vergangenheit habe ich ein gutes Bewusstsein über mein jetziges Leben und einige Fragmente und Ahnungen über frühere Leben. Ich saß schon mal in einem buddhistischem Kloster an der Glocke und frage mich heute, ob ich mich damals vielleicht dem Weg eines Bodhisatvas verschrieben habe. Was die Zukunft bringt, ist mir im Moment ziemlich unklar – es ist alles möglich. „Ich“ saß schon mal in einem Kloster? Nein, ich nicht. Irgendein Teil von mir…

Mein spiritueller Weg begann über fernöstlichen Kampfsport und den darin vermittelten Weisheiten über das Leben. Ein guter Kampfsportler braucht nicht nur einen starken Körper, sondern vor allem auch einen starken Geist. Der Geist steht über dem Körper! Der Geist kontrolliert den Körper, der Körper ist zur reinen Reaktion verdammt! Leblos ein Körper, ohne Geist.

Ich fing damit an meinen Körper zu erspüren, jedes Organ fühlen zu lernen, jedes Gelenk, jeden Muskel – ob in einer Meditation oder nebenbei im Alltag, ganz egal. Wir Menschen bestehen aus Milliarden Zellen – und jede Zelle hat ein eigenes Bewusstsein. Jedes Organ besteht aus Millionen an Zellen – und jedes Organ hat ein eigenes Bewusstsein. Diese verschiedenen Bewusstheiten oder Bewusstseins-Ebenen in Einklang zu bringen…da tun sich Wege auf…nur deshalb können wir krank werden. Kann ein Einzeller krank werden? (Uijui, ganze Bücher voll Subtext! Aber es ist DEIN Weg – in unserer Welt!)

Ich bin nur eine Zelle eines Organs der Erde. Die Erde nur ein Organ innerhalb des Sonnensystems, die Sonne wiederum nur eine Zelle im Organ Zentralsonne unserer Galaxie, warum hat die keinen Namen?

Alleine das, nur dass ich merke, wenn es zwickt, ob es der Darm, der Magen, die Bauchspeicheldrüse oder auch nur die Seele ist, lässt mich manchmal anderen gegenüber so überlegen fühlen, dass ich mich frage, ob es Sinn macht noch weiter zu gehen. Überlegenheit ist nicht der Sinn der Spiritualität. Mir macht es auch keinen Spaß alleine, ich will dabei übertroffen werden und ich werde auch übertroffen. Und außerdem will man ja auch mal ein bisschen angeben. 🙂

Harmonie – das Streben danach, nach Ausgleich, nach Verbindung – ist die stärkste Kraft im Kosmos. In Harmonie zu leben eine wunderbare Erfahrung – sanft, lieblich und doch so unendlich kraftvoll, mächtiger als jeder Misston. Ohne Misstöne, könnte man die Kraft der Harmonie gar nicht erkennen. Es ergibt alles einen Sinn, aus der entsprechenden Perspektive.

Alles etwas unsortierte und wilde Gedanken, von mir ins Kleine, dann ins Große zurück zum Gesamten und dann zu dir. Aber so ist meine Spiritualität, ich kann das eine nicht vom anderen trennen, trennen tue ich nur verbal, aus Rücksicht und um besser verstanden zu werden. Nur halt grade nicht bei diesem Text.

Was ich damit sagen will? Geh einfach weiter. 😉

bis dann…

Jens

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